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Betreuer-Stiftung Jever
Einfach mal in Ruhe durchatmen (Nordwest Zeitung) PDF Drucken E-Mail

Angebot „Atempause“ entlastet Angehörige kranker Menschen

von Antje Brüggerhoff

Cornelia Backhaus aus der „Atempause“ (rechts) mit dem Vorstand der Betreuerstiftung:
Torsten Borchardt (von links), Rudolfa Emkes und Dagmar Brose. Bild: Antje Brüggerhoff


Die Mitarbeiter gehen mit den Pflegebedürftigen spazieren oder fahren sie zum Arzt. Alle Helfer haben eine entsprechende Ausbildung.

Jever Einfach mal aus dem Haus kommen, Spazierengehen, ein Eis essen oder sich mit Freunden treffen – diese Dinge sind für viele Menschen ganz normal, sie lassen sich einfach im Alltag unterbringen. Für Menschen aber, die jemanden in ihrer Familie pflegen müssen, ist das keine Selbstverständlichkeit. Den ganzen Tag über müssen sie bei dem Lebenspartner oder den Eltern bleiben – und es bleibt kaum Zeit, selbst einmal durchzuatmen.

17 Mitarbeiter

„Genau das wollen wir ändern“, sagt Cornelia Backhaus, die jetzt mit insgesamt 17 Mitarbeitern die „Atempause“ ins Leben gerufen hat. Dabei handelt es sich um eine Unterorganisation der Betreuerstiftung Jever, die derzeit von 27 Menschen in Anspruch genommen wird – in Friesland und in Wilhelmshaven.

„Es könnten aber noch mehr sein“, sagt Cornelia Backhaus. „Viele Angehörige haben nur leider Hemmungen, um Hilfe zu bitten. Sie versuchen alles alleine zu stemmen.“ Diese Hemmungen möchten Cornelia Backhaus nun abbauen.

Dabei ist es ihr wichtig, ganz langsam und sachte vorzugehen. Bei einem ersten Treffen fährt sie zu den Betroffenen und ihren Familien und lernt sie kennen. „Dann können sie mir ihre Wünsche und Vorstellungen erzählen.“

Wenn sich Cornelia Backhaus ein Bild gemacht hat, überlegt sie sich, welcher Mitarbeiter aus ihrem Team zu den Betroffenen passen könnte. „Es muss alles stimmig sein, sie sollen sich gut miteinander verstehen.“

Wenn es gewünscht ist, können die nächsten Treffen auch sehr langsam angegangen werden. „Der Pflegende kann dann fürs erste Mal für zehn Minuten in den Garten gehen, so dass sich Mitarbeiter und der Erkrankte schrittweise annähern können.“

Vorlesen oder spazieren

Später machen die Helfer Unternehmungen mit den Kranken, spielen Spiele, lesen Bücher oder begleiten sie zum Arzt. „Nur pflegerische Leistungen dürfen wir nicht vornehmen.“ Die Mitarbeiter haben aber alle entsprechende Ausbildungen, kommen aus der Pflege, sind Alten- oder Krankenpfleger mit Zusatzausbildungen etwa für Demenzkranke.

„Ich würde mich freuen, wenn wir noch weiter wachsen“, sagt Cornelia Backhaus. „Jeder von uns braucht einfach mal Zeit für sich.“

 

 

Artikel auf NWZonline

 
 


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