Notfallordner

Für den Fall der Fälle einen Notfallordner anlegen

  1. Einen Notfallordner anlegen
    Ein Notfallordner sollte in jedem Haushalt stehen, damit man im Fall der Fälle alles mit einem Griff verfügbar hat. Es reichen in der Regel Kopien. Wichtig: Bei Paaren für jeden Partner die entsprechenden Unterlagen zusammenstellen. Den Ordner (eine auffällige Farbe wählen) auch deutlich als „Notfallordner“ kennzeichnen, damit er sofort für Notfälle identifizierbar ist.
  2. Aufbewahrungsort
    Den Notfallordner dort aufbewahren, wo er einerseits sehr schnell greifbar ist, andererseits aber auch gut von Fremden, Freunden und Angehörigen gefunden werden kann. Im Zweifel besser im Wohnzimmer in eine Schublade als im heimischen Büro zwischen Dutzenden anderen Ordnern.
  3. Inhalte des Notfallordners (bitte jährlich aktualisieren)
    • Telefonnummern
      Auf ein Extrablatt die wichtigsten Telefonnummern notieren: Familie, Arbeitsstelle des Partners, der Kinder, Hausärzte, evtl. Rechtsanwälte. Dieses Blatt immer auf Aktualität überprüfen.
    • Krankenkasse
      Eine Kopie der Chipkarte (falls Original nicht sofort auffindbar) machen. Auch Kopien von Zusatzversicherungen, z.B., wenn es um Extraleistungen in der Klinik geht.
    • Hausarzt
      Wer weiß über die eigene Gesundheit genau Bescheid? Dies ist besonders bei Not-OP’s, Fragen zu Medikamenten wichtig.
    • Krankheiten
      Auch eine Liste mit Krankheiten oder OP’s machen. Diabetes, Bypass, Herzschrittmacher, keine Schilddrüse usw. Dazu gehört auch eine Liste aller regelmäßig genommenen Medikamente sowie Impfpass (Kopie).
    • Vollmachten
      Wer darf was entscheiden, wenn man selbst nicht kann. Dazu zählen Patientenverfügung, Betreuungs-, Vorsorge- und Bankvollmacht.
    • Versicherungen
      Vor allem Unfall- und Lebensversicherungen. Wichtig: Immer Kopie der letzten Zahlung dazulegen.
    • Stammbuch
      Inklusive der Geburts- und Heiratsurkunde für alle Familienangehörigen. Ideal: Kopie des Personalausweises.
    • Testament
      Es muss nicht das Original sein. Es reicht der Hinweis, wo es zu finden bzw. bei welchem Anwalt/Amtsgericht es hinterlegt ist.
    • Bankvermögen
      Wichtig für Erben ist es zu wissen, wo sich Sparbücher und Konten befinden. Auch Kopien von Grundbuch-Einträgen sind sehr hilfreich.

Hinweis

Wichtig ist schließlich, Angehörige oder auch einem guten Freund oder Nachbarn klar zu sagen, dass man einen solchen Ordner angelegt hat (für den Fall der Fälle) und wo er sich befindet.

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